
Archäologische Arbeitsweise
Es gibt verschiedene Möglichkeiten (Prospektionsmethoden), um im Vorfeld Fundstellen aufzuspüren: Ältere Aufzeichnungen und Pläne, Feldbegehungen und naturwissenschaftliche Methoden (z.B. Bodenradar) sowie die Luftbildarchäologie. Diese macht sich das unterschiedliche Wachstumsverhalten von Getreide zu Nutze, das z.B. über Steinmauern verkümmert und schneller gelb wird. Dadurch können oft ganze römische Gutshöfe erfasst werden, ohne dass man das Feld je betreten hat.
Ist die Archäologische Denkmalpflege aufgrund geplanter Baumaßnahmen gezwungen, eine archäologische Fundstelle auszugraben, besteht der erste Schritt darin, ein geeignetes Messraster über das Areal zu legen. Dies ist notwendig, um alle Funde und Befunde einmessen zu können.
Nach der Vermessung wird mit dem maschinellen Bodenabtrag begonnen. Das Öffnen der Flächen geschieht mit dem Bagger. Der Oberboden wird soweit abgetragen, bis sich die Befunde als Verfärbungen im anstehenden Boden abzeichnen.
Nun setzt die eigentliche Ausgrabung ein. Von Hand werden die Befunde schichtweise ausgenommen. Dies geschieht, um zum einen deren Ausdehnung zu erfassen und zum anderen, um die darin erhaltenen Funde zu sichern und zu bergen.
Die Hauptarbeit wird dabei mit Schaufel und Spaten bewerkstelligt. Einzelne Funde (wie Gläser, fragile Metallteile oder Keramikkonzentrationen) und Befunde (Gräber, Öfen usw.) erfordern jedoch ein feineres Vorgehen.





