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Arbeitsweise > Dokumentieren

Archäologische Arbeitsweise

Dokumentieren & Archivieren

Grundlage für die Auswertung jeder archäologischen Ausgrabung ist die exakte und fundierte Dokumentation der Beobachtungen sowie die spätere Archivierung der Funde und Unterlagen.

Die Grabungsdokumentation besteht in der Regel aus drei verschiedenen Teilen, der fotografischen, der zeichnerischen und der schriftlichen Befundaufnahme.
Nachdem eine Fläche oder ein Befund fotografiert wurde, erfolgt die zeichnerische Dokumentation. Gezeichnet wird – je nach Situation – in den Maßstäben 1:10, 1:20 und 1:50. Das Aufmessen der Befunde kann in “traditioneller” Weise mit Maßband und Zollstock (Bild rechts), oder “maschinell” mit dem Pantographen (Bild unten) durchgeführt werden. Hierbei orientiert sich der Zeichner an dem zuvor eingerichteten Messraster.

Als Ergänzung zu den Zeichnungen und Fotografien werden alle Befunde noch eingehend beschrieben. Wichtige Informationen wie die Farbe und Beschaffenheit des Bodens sowie die Art und Häufigkeit von Einschlüssen können nur so festgehalten werden. Dies ist besonders wichtig, da nach einer Ausgrabung die Dokumentation und die Funde alles sind, was der Nachwelt von einem Bodendenkmal erhalten bleibt.

Das Fundmaterial bietet uns nicht nur einen Einblick in die materielle Hinterlassenschaft einer Kultur, sondern ist für die zeitliche Einordnung des archäologischen Objekts unerlässlich. Raubgräber, welche die Fundgegenstände aus ihrem Zusammenhang dem Boden entreißen, richten einen nicht wieder gutzumachenden Schaden an.
Bei fragilen oder größeren Fundkomplexen ist sogar eine Blockbergung notwendig, um die Gegenstände in der Restaurierungswerkstatt geschützt und ohne Zeitdruck freilegen zu können. Nach Abschluss einer Ausgrabung liegt eine Sammlung von Beschreibungen, Zeichnungen, Fotos und Funden vor.

Für eine wissenschaftliche Auswertung, die u. U. erst nach Jahren erfolgen kann, muss die Grabungsdokumentation durch Gesamtpläne und zusammenfassende Berichte ergänzt und archivgerecht aufbereitet werden.