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Projekte

LEADER-Projekt „Donnersberger und Lautrer Land“

9 Münzen
9 Münzen
Bronzering
Bronzering
Funde Donnersberg Auswahl
Funde Donnersberg Auswahl
Mühlstein und Achsnagel
Mühlstein und Achsnagel
Medomatricer-Stater
Medomatricer-Stater
Riemenzunge
Riemenzunge

Teilprojekt „Keltisches Erlebnis- und Informationszentrum auf dem Donnersberg“
Ausgrabungen auf dem Donnersberg

Mit der Genehmigung von EU-Geldern im Rahmen des LEADER-Projektes des Donnersberger und Lautrer Landes begannen im September 2009 erneut archäologische Untersuchungen im keltischen Oppidum auf dem Donnersberg. Diese werden von der Direktion Landesarchäologie – Speyer in enger Kooperation mit der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden und dem Donnersberg Touristik-Verband durchgeführt. Bis 2013 sollen folgende Projekte realisiert werden:

  • Wallschnitt im Mittelwall, Präparierung des Wallschnittes für ständige Sichtbarkeit
  • Freilegung und archäologische Untersuchung eines 10m-Teilstückes der keltischen Mauer im Zwischenwall, Konservierung des Mauerstückes
  • Ausgrabungen im Bereich einer Zangentoranlage, ggf. Errichtung eines Modelltores an anderer Stelle im Maßstab 1:1
  • Aufstellung von Informationstafeln an allen obertägig sichtbaren Denkmälern und Rekonstruktionen
  • Ausweisung eines neuen Kelten-Wanderweges, Aufstellung von Hinweisschildern


Projektleitung:    Dr. Andrea Zeeb-Lanz
            Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer
            Kl. Pfaffengasse 10
            D–67346 Speyer
            Tel. 06232-675740 (Zentrale)
                    06232-675745 (Durchwahl)
                    0160-8943465 (Mobil)
            E-Mail: andrea.zeeb-lanz(at)gdke.rlp.de


Das Leben der Kelten auf dem Donnersberg im Spiegel ausgewählter Fundstücke aus dem keltischen Oppidum

Die keltische Großsiedlung auf dem Donnersberg, die zwischen ca. 130 v. Chr. und etwa 60/50 v. Chr. den Zentralort eines keltischen Stammes im linksrheinischen Siedlungsgebiet der Kelten darstellte, besaß eine steinerne Stadtmauer und gehört zu den größten spätkeltischen proto-urbanen Keltensiedlungen nördlich der Alpen. Die Stadtmauer fasste  ein Gesamtareal von 240 ha ein, welches wiederum durch eine mittig verlaufende Mauer in das sog. West- und das sog. Ostwerk getrennt wurde. Aufgrund der niedrigeren Mauerhöhe im Bereich des Westwerkes sowie wegen des hier siedlungsungünstigen, sehr bewegten Reliefs des Berges ist davon auszugehen, dass die eigentliche Siedlungsfläche das ca. 140 ha große Ostwerk war. Dies wird von der Fundstatistik untermauert, die für das Westwerk nur wenige vereinzelte Streufunde verzeichnet. Das Ostwerk dagegen war nach der Einführung von Metallsuchgeräten jahrzehntelang begehrtes Ziel illegaler Raubgräbertätigkeiten, so dass eine Vielzahl von Metallfunden für die wissenschaftliche Auswertung durch die Archäologie, aber auch für die Öffentlichkeit verloren sind. In den letzten 7 Jahren hat sich die Lage dagegen erheblich gebessert. Nicht nur werden seit 2004 wieder archäologische Untersuchungen im Oppidum durchgeführt, sondern seit 2003 begehen zwei ehrenamtliche Mitarbeiter der Außenstelle Speyer systematisch das keltische Siedlungsgelände. Auf ihren akribischen Suchgängen haben sie eine erkleckliche Zahl aussagekräftiger Artefakte gefunden, die mittlerweile einen weit gefächerten Einblick in das Leben und die wirtschaftlichen Verbindungen der Kelten auf dem Donnersberg ermöglichen. Alle Funde werden vor Ort eingemessen und dann der Direktion Landesarchäologie – Speyer zur Konservierung, Restaurierung und Inventarisierung übergeben.
In kurzen Artikeln sollen an dieser Stelle ausgewählte Fundstücke vorgestellt werden, die zum einen das tägliche Leben der Donnersberg-Bewohner in spätkeltischer Zeit beleuchten. Zum anderen werden auch herausragende Einzelstücke präsentiert, die Zeugnis ablegen von den weitreichenden Kontakten der Bewohner der frühen stadtartigen Siedlung auf dem Donnersberg und Einblicke in das vielfältige Kunstschaffen dieser faszinierenden Kultur ermöglichen.

Andrea Zeeb-Lanz

Download-Icon Das Leben der Kelten auf dem Donnersberg im Spiegel ausgew hlter Fundst cke aus dem keltischen Oppidum (25.5 kB)
Download-Icon Achsnagel (72.32 kB)
Download-Icon Eisensichel (244.94 kB)
Download-Icon Eisenwerkzeuge (112.47 kB)
Download-Icon Fibeln (69.35 kB)
Download-Icon Glasarmringe und Glasperlen (51.73 kB)
Download-Icon Knotenring (81.98 kB)
Download-Icon Riemenzunge (52.81 kB)
Download-Icon Ringe (82.31 kB)
Download-Icon Zügelführungsring (529.64 kB)


DFG-Schwerpunktprogramm »Frühkeltische Fürstensitze«

Zur Webseite des Projekts; es wird ein neues Fenster geöffnet

Archäologische Ausgrabung auf der Heidenmauer

Die Heidenmauer, vermutlich eine Befestigung aus dem 5. oder 6. Jh. v. Chr., liegt nahe Bad Dürkheim am Ostrand des Pfälzer Waldes. Die Wallanlage, deren Gesamtlänge rund 2 km beträgt, hat die Form eines gespannten Bogens und umfasst eine Fläche von rund 26 ha.
Ziel der Ausgrabung durch die Archäologie Speyer im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms »Frühkeltische Fürstensitze« ist es, die Erforschung dieses bedeutenden Denkmals voranzutreiben

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DFG-Projekt „Bandkeramische Siedlung mit Grubenanlage von Herxheim bei Landau“

Erstmalig kamen 1996 bei Rettungsgrabungen in einem Erdwerk aus langen, tiefen Gruben, das eine Siedlungsfläche der frühesten Ackerbauern Mitteleuropas (sog. Kultur der Bandkeramik, ca. 5300-4950 v. Chr.) umgab, mysteriöse Fundkomplexe zutage: In Konzentrationen in den Gruben lagen klein zerstückelte menschliche Knochen und Teilskelette, zu Kalotten zugerichtete menschliche Schädel und weiteres Fundmaterial, darunter qualitätvolle Keramik, zerstörte Steingeräte und Tierknochen. Seit 2004 wird diese für das Neolithikum Mitteleuropas einzigartige Fundstelle von einem internationalen Wissenschaftlerteam ausgewertet; das Projekt wird bis 2011 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.


Weitere Informationen zu diesem Thema:

Das Projekt Herxheim unterhält eine eigene Internet-Seite, die ständig aktuelle Informationen, Literaturhinweise und Hintergründe zu dem außergewöhnlichen Kulturdenkmal der frühen Ackerbauern bietet:
www.projekt-herxheim.de


PGIS

Seit 2001 wird in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz eine spezielle Software zur Denkmalinventarisation mit GIS-Anbindung entwickelt, die seit 2003 landesweit eingesetzt wird.

Das Programm dient dazu, die vorhandenen Denkmäler zu erfassen um sie anschließend effektiver schützen zu können. Überdies sollen auch den Bürgern bessere und aktuellere Informationen zu öffentlich zugänglichen Denkmälern geboten werden.

www.pgis.de