Aktuelles

22.06.2017

Seit über zwei Jahren arbeiten Wissenschaftler aus sechs verschiedenen Institutionen an der Entstehung der umfangreichen Ausstellung, die seit 21. Mai im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) zu sehen ist.

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23.06.2017

Vor zwei Jahrtausenden brachten die Römer den Wein zu uns und hinterließen diverse Immobilien, die – wie es der Zufall so will – entdeckt und nach und nach restauriert werden. So auch die Römerkelter inmitten der Ungsteiner Weinberge, schön auf einer Anhöhe gelegen und folglich mit bester Aussicht.

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21.07.2017

Wie vor 2000 Jahren feiern die Römer vom Weilberg mit ihren Freunden in Ungstein bei Bad Dürkheim auf dem Gelände des Römischen Weinguts Weilberg vom 21. bis zum 24. Juli 2017 der Ungsteiner Weinsommer an der Römerkelter.

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Plakat zur Ausstellung | Bild: P. Haag-Kirchner
15.10.2017

2017 feiert Rheinland-Pfalz 70-jähriges Jubiläum, das heißt auch 70 Jahre Forschen, Sichern und Erhalten im Auftrag der Landesarchäologie. Kaum eine Landschaft im westlichen Mitteleuropa ist so reich an archäologischen Schätzen. Die fruchtbare Rheinebene war schon immer begehrtes Siedlungsland und ist somit im wahrsten Sinne eine Schatzkammer.

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Soeben erschienen: Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1

Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1
Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1
Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1
Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1
Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1
Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1

ISBN 978-3-936113-09-9 

Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.):
Ritual Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany)

152 Seiten, 139 Tafeln, durchgängig farbig. In englischer Sprache. Speyer 2016

39,90 €

Aus dem Inhalt:
Es ist 20 Jahre her, seit in Herxheim der wohl außergewöhnlichste Fundplatz des frühen Neolithikums entdeckt wurde, den Europa bis heute zu bieten hat: Ein doppelter Graben um eine Siedlung barg die klein zerlegten Überreste von mehr als 500 menschlichen Individuen, dazu intentionell zerstörte qualitätvolle Keramik und weitere Artefakte. Eine Forschungsgrabung von 2005–2008 legte dann den Grundstein für die langjährigen Auswertungen, die acht Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden. Nun liegt in Kürze der erste Band der Publikation des Forschungsprojektes Herxheim vor; aufgrund der internationalen Bedeutung und Bekanntheit des Fundortes werden die Ergebnisse des DFG-Forschungsprojekts auf  Englisch veröffentlicht. Als einzige Fundgruppe wurden die menschlichen Überreste aus der Forschungsgrabung bereits im Vorgriff auf die Gesamtpublikation in einer eigenen Monographie veröffentlicht.

Herxheim Vol. 1 umfasst die Forschungsgeschichte, die Erdwerksbefunde sowie die Vorstellung einer Auswahl von Fundkonzentrationen aus dem Doppelgraben.
Der Titel der Forschungsgeschichte „…an interpretative thriller“ verrät bereits, dass sich die unterschiedlichsten Interpretationen um den außergewöhnlichen Fundort ranken. Sowohl die Funde selbst als auch das komplexe Erdwerk, in dem ein Großteil von ihnen aufgedeckt wurde, haben bis heute ein breites Spektrum an Hypothesen angeregt.

Die Vorlage der Befunde des Erdwerkes stellt den Kern der Dissertation von Fabian Haack dar. Seine intensive Auseinandersetzung mit der Dokumentation der teils von ihm selbst geleiteten Grabungen haben zu dem Ergebnis geführt, dass die bandkeramische Siedlung Herxheim von einem Doppelgraben umgeben war, der sowohl eine komplexe Bau- als auch eine sehr vielschichtige Verfüllungsgeschichte besitzt. Darüber hinaus werden in seinem Beitrag sowohl die Lage der Fundensembles in den Gräben als auch ihre Zusammensetzung und die chronologischen Verbindungen zwischen verschiedenen dieser Konzentrationen untersucht.
Dem besseren Verständnis dieser Fundkonzentrationen und ihrer divergierenden Zusammensetzungen dient der dritte Abschnitt des Bandes. Andrea Zeeb-Lanz hat sich der Frage gewidmet, ob es für die Inhalte der Fundensembles bestimmte Muster oder Auswahlkriterien gibt. Eine Reihe statistischer Vergleiche führt zu dem Schluss, dass wohl insgesamt keine gezielte Selektion zu den jeweiligen Fundkonzentrationen geführt hat, sondern diese eine großenteils willkürliche, Auswahl von Überresten ritueller Handlungen darstellen.

Für Band 2 (FPA 8.2) sind dann die Fundkategorien Steine, Tierknochen, Knochengeräte und Schmuck vorgesehen. Der Gesamtvorlage der Keramik soll ein weiterer Band gewidmet werden, in Band 2 zu Herxheim werden jedoch die Zusammensetzungen der Keramik vorgelegt sowie einige Kernaussagen zur Keramik formuliert. FPA 8.2 wird außerdem die Ergebnisse der vielfältigen naturwissenschaftlichen Untersuchungen (Isotopen, aDNA, Tonanalysen, Archäobotanik, C14-Datierungen) enthalten. Die Interpretation der Anlage, die auf allen vorgelegten Ergebnissen einschließlich der Anthropologie fußt, beschließt den zweiten Band zu Herxheim (erscheint 2017).


Now published: Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1

ISBN 978-3-936113-09-9 

Andrea Zeeb-Lanz (ed.):
Ritual Destruction in the Early Neolithic – The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany)

152 pages, 139 plates (colours and black & white)  Speyer 2016

39,90 €

From the content:
20 years ago, the probably most extraordinary site of the Early Neolithic that Europe has to offer was discovered in Herxheim: a village surrounded by a double ditch that contained the highly fragmented remains of more than 500 human individuals, intentionally destroyed high-quality pottery and further artefacts. A research excavation from 2005–2008 laid the foundation for the long-standing analyses which were funded during 8 years by the German Research Foundation (DFG). Only the human remains were already published as a monograph in anticipation of the full publication.

Herxheim Vol. 1 contains the research history, the features of the double ditch and a presentation of a selection of finds concentrations from the ditches.
The title of the research history “…an interpretative thriller” already reveals that many different interpretations entwine around the exceptional site. The finds themselves as well as the intricate earthwork where most of them were found have triggered a wide variety of hypotheses up to date. 

The presentation of the features of the earthwork constitute the core of the dissertation thesis of Fabian Haack. His intensive study of the records of the excavations, partly directed in the field by himself, have led to the conclusion that the Bandkamik settlement of Herxheim was enclosed by a double ditch with a complex architecture and a multi-faceted refilling history. Furthermore, his contribution also contains a presentation of the position of the finds ensembles in the ditches, their composition and the chronological connections between the different concentrations.

The third section of the present volume is dedicated to a better understanding of the finds concentrations in terms of their varying consistencies. Andrea Zeeb-Lanz has applied herself to the question whether there are specific patterns or criterions for the selection of the contents of the finds ensembles. A number of statistical comparisons reveal that the concentrations seem to consist of mainly haphazard remains of ritual activities rather than purposeful selections of specific pieces.  

Volume 2 (FPA 8.2) will contain the analyses of the find categories stones, animal bones, bone implements and jewellery. For the extraordinary pottery a separate volume is planned, but in vol. 2 of the Herxheim publication the refittings of pottery sherds will already be published as well as some core remarks concerning the ceramic remains. FPA 8.2 will also include the results of the manifold natural scientific analyses (isotopes, aDNA, clay analyses, archaeobotany, radiocarbon dating).
Completed is the second volume Herxheim with an overall interpretation of the site, based on all the published results including the anthropology (to be published in 2017).



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