12.10.2017

12. Oktober 2017 | Vortrag von E. Häussler M.A. & M. Ortlieb M.A. (Speyer/Heidelberg): Zipfelschalen, Großbauten, Muschelketten - Die Pfalz vor 6900 Jahren

Vor 6.900 Jahren war die pfälzische Rheinebene dicht besiedelt, über 100 Siedlungen der Großgartacher Kultur sind aus jener Epoche der mittleren Jungsteinzeit identifiziert. Aber obgleich die Erforschung der Großgartacher Kultur in der Pfalz bereits vor über 100 Jahren begann, sind der Öffentlichkeit bisher nur wenige Funde bekannt.

Typische Steingeräte aus dem Mittelneolithikum

Mittelneolithisches Gefäß

Pfostenreihe ausgegraben in Freimersheim

Im Jahr 2016 fand in Freimersheim (Südliche Weinstraße) eine Grabung der Landesarchäologie Speyer statt, bei der die Archäologen Spuren des alltäglichen Lebens aus der mittleren Jungsteinzeit freilegen konnten.

Aber wie lebten die Menschen vor fast 7000 Jahren? Wie war es möglich die riesigen Häuser zu errichten? Wie sahen die Siedlungen jener Zeit aus? Wie wurde Nahrung produziert und verarbeitet? Welche Geräte und Gegenstände erleichterten die alltägliche Arbeit? Wie wurden die Toten bestattet? Die Ergebnisse der Grabung sollen zum Anlass genommen werden, dem Publikum einen kleinen Einblick in die wenig bekannte Welt der mittleren Jungsteinzeit zu geben und gemeinsam mit weiteren Funden aus der gesamten Pfalz die Lebenswelt der steinzeitlichen Bauern zu rekonstruieren.

Aktuelle Forschungsergebnisse sollen anhand von Originalfunden aus Freimersheim und anderen Fundorten präsentiert, und das Vorgehen der Archäologen erläutert werden um damit ein Bild vom ganz alltäglichen Leben der bäuerlichen Bevölkerung aus der Jungsteinzeit zu zeichnen.



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