12.08.2019

16. September 2018 bis 11. August 2019 | Ausstellung: Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike | Historisches Museum der Pfalz Speyer

Generaldirektion Kulturelles Erbe stellt Funde für Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer bereit.

Er residierte einst in Trier und gilt als einziger römischer Kaiser, der direkt mit der Regionalgeschichte von Rheinland-Pfalz in Verbindung gebracht werden kann: Valentinian I. Für die Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“, die ab 16. September im Historischen Museum der Pfalz Speyer gezeigt wird, stellte die Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) bedeutende Funde zur Verfügung. Die Spätantike hat in der Region viele Spuren hinterlassen. Einzigartige archäologische Zeugnisse, die die Landesarchäologie bei Ausgrabungen sicherstellte und wissenschaftlich aufbereitete, belegen, dass Rheinland-Pfalz zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert n. Chr. dicht besiedelte Landschaften, befestigte Siedlungen und eindrucksvolle landwirtschaftliche Betriebe aufweisen konnte. Als einer der größten Leihgeber der Ausstellung steuert die GDKE unter anderem prachtvolle Objekte aus den Gräberfeldern in Gönnheim, Marienheim und dem sogenannten Südostgräberfeld in Speyer bei; darunter befinden sich Keramik- und Glas-Gefäße, Fibeln u.ä. „Wir waren von Anfang an involviert, haben wissenschaftlichen Input geliefert, unsere Expertise eingebracht und in enger Abstimmung mit allen Beteiligten die Funde ausgewählt, die die wirtschaftliche und kulturelle Blüte von Rheinland-Pfalz im Zeitalter der Spätantike anschaulich verdeutlichen“, so Dr. Ulrich Himmelmann, Leiter der Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer, über die Ausstellung, die in Kooperation zwischen dem Historischen Museum der Pfalz Speyer, der GDKE und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg entstanden ist.

Besonders spektakulär sind die Rekonstruktionszeichnungen, die Wolfgang Himmelmann, Architekt und frei schaffender Künstler, eigens für die Ausstellung entworfen hat – darunter ein maßstabsgetreues Lebensbild von Speyer in der Zeit der Spätantike und Rekonstruktionen von anderen pfälzischen Fundorten wie z. B. Wachenheim, Eisenberg oder Rheinzabern. Himmelmann hatte die Zeichnungen mithilfe des fachlichen Inputs vonseiten des Historischen Museums der Pfalz Speyer und der Universität Heidelberg sowie den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die GDKE-Direktion der Landesarchäologie in Speyer über die Jahre zusammengetragen hatte, zu Papier gebracht. „Eine vergleichbare Rekonstruktion des spätantiken Speyer hat es bislang noch nicht gegeben. Das ist einzigartig und bietet eine hervorragende Grundlage für einen weiterreichenden wissenschaftlichen Diskurs rund um die Stadtgeschichte“, ist sich Bettina Hünerfauth M.A. sicher, die dem wissenschaftlichen Gremium der Außenstelle Speyer bei der Planung und Umsetzung der Ausstellung angehörte.

„Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ ist vom 16. September 2018 bis 11. August 2019 im Historischen Museum der Pfalz Speyer“ zu sehen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter: www.museum.speyer.de

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